Die häufigsten Frakturen sind Bifurkationen, bei dem die Äste einen kleinen Winkel miteinander bilden. Dieser Schaden ist viel häufiger bei älteren Bäumen, denn an solchen Stellen treten gewisse Spannungen auf, die durch die Zunahme der Dicke der Gabelzweige an der Berührungsstelle ihrer Oberflächen verursacht werden. Diese Spannungen können zu verdeckter Spaltung führen, was zu einer Wunde wird. Die Lage einer solchen Wunde ermöglicht einen konstanten Zufluss von Regenwasser. Die Wunde kann nicht heilen, denn es ist ein Riss, der sich immer weiter öffnet. Das sich bildende Heilgewebe wird durch die Bewegungen der Äste im Wind ständig mechanisch gereizt. Daher zersetzt sich bei solchen Gabeln das Holz sehr schnell, ein erheblicher Verlust davon führt schließlich dazu, dass einer der Zweige abbricht. Eine solche Spaltung ist manchmal sehr lang und kann einen erheblichen Teil des unteren Rumpfes betreffen. Das verbleibende Glied ist auch sehr oft an der Gabelung gebrochen.
Die Bifurkationswunden sind sehr kompliziert, schwer zu schützen und zu heilen, und sie entstellen Bäume stark. Die Pflege und Behandlung solcher Wunden an allgemein schlechten Bäumen ist möglicherweise nicht gerechtfertigt, und manchmal ist es am besten, solche beschädigten Bäume zu entfernen.
Die Vorbeugung der oben genannten Schäden besteht hauptsächlich in der richtigen Gestaltung der Kronenstruktur und der Verhinderung einer engen Gabelung zweier gleicher Äste.. Rissbildung kann oft durch die Verwendung geeigneter Bindungen verhindert werden. Diese Bindungen funktionieren, indem sie zwei oder mehr Zweige zwingen, sich aneinander festzuhalten, und verhindert, dass sie an der Verzweigung brechen oder abbrechen.