Traubeneiche (Quercus sesilis)
Aussehen: Ein stattlicher Baum, der im Winter seine Blätter abwirft, mit einer Höhe bis ca 40 Meter. Die Krone ist ziemlich hoch und breit, bei freistehenden Bäumen – dick, kompakt und gleichmäßig belaubt.
Der Stamm ist gerade und bis zur Kronenmitte sichtbar. Die Äste sind auch ziemlich glatt und steil. radial von der Stelle der ersten Abzweigung abgehen.
Anfangs ist die Rinde junger Bäume noch recht glatt, später grau oder braungrau, dicht mit zarten Furchen und Rissen bedeckt. Schlanke Shootings, braungrau oder grauviolett, nackt oder leicht "gefrostet"”. Dicke Donuts, eiförmig, 6-8 mm lang, mit zahlreichen deutlich- oder rotbraune Schuppen, an den Enden der Zweige gruppiert.
Die Blätter haben 8-12 cm in der Länge und ca. 5 cm breit, sie sind verkehrt eiförmig, abgerundete Front, und an der Basis keilförmig. Ziemlich regelmäßig und fast symmetrisch zweiseitig geteilt 5-9 rundliche Paare, nicht zu tief eingerückte Klappen. Oben matt und dunkelgrün, unten heller, beide Seiten nackt, dick und eher flach, auf kurzer Schwanzlänge 1-2 Zentimeter. Eicheln sprießen danach in Gruppen 2-6, sie sind sitzend oder sehr kurz (5-10 mm) Stiele, sie reifen im ersten Jahr. Eine Tasse mit einer Breite von ca 1,5 cm deckt nur mehr oder weniger ab 1/4 Eichel.
Lebensraum: Traubeneiche bevorzugt lockerer, meist mitteltiefe steinige und lehmige Böden in Gebieten, wo die Winter mild sind. Es ist ein wichtiger Waldbaum der unteren Berge und des Hochlandes.
Auftreten: In Mittel- und Südeuropa weit verbreitet und stellenweise Baumbestände bildend, auch in Wäldern angebaut.
Blütezeit: Maj.
Allgemeine Bemerkungen Die Rinde fast aller Eichenarten ist reich an Tannin, die einst in der Gerberei weit verbreitet war. Der Tanningehalt in der Rinde junger Eichen ist besonders hoch. Sie wurden an Ort und Stelle entkleidet und von Spezialmessern befreit, und die entfernte Rinde musste einige Zeit getrocknet werden, bevor sie an spezielle Mühlen geliefert wurde (als Gerbholz) Und von dort zur Gerberei. Aufgrund der großen Nachfrage nach jungen Eichenstämmen war die Fällfolge in den Eichenwäldern in der Nähe des Dorfes recht kurz. Als charakteristische Wirtschaftsform entwickelte sich daraus ein besonderer Wirtschaftstyp des Waldes, „Gerbwald“ genannt”, konzentriert sich auf das Entrinden von Eichen, dieser Waldtyp ist in Mitteleuropa nur noch ausnahmsweise kleinräumig als Relikt aus der Antike vorhanden.
Eichenholz aufgrund seiner Kompaktheit, Härte und Dauerhaftigkeit ist eine der begehrtesten heimischen Edelholzarten. Aufgrund ihrer Struktur werden sie als Ringgefäßhölzer klassifiziert.